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Antibes - südländisches Flair zwischen Luxus und Vergangenheit

Wenn ich mich an unseren letzten Urlaub in Südfrankreich, insbesondere den Ausflug nach Antibes erinnere, gerate ich glatt wieder ins Schwärmen! Eigentlich sind meine Frau und ich keine Stadtmenschen, so dass wir unseren Urlaub in Südfrankreich bis dato immer auf dem Land verbracht haben. Aber irgendwie fehlte uns das Meer samt Strand doch etwas, und als ein guter Freund uns begeistert von seinem Aufenthalt in Antibes erzählt hat, haben wir uns spontan entschlossen, unseren nächsten Urlaub in Südfrankreich an die Côte d' Azur zu verlegen!

Südländisches Flair zwischen Luxus und Vergangenheit, das trifft voll und ganz auf Antibes zu. Denn obwohl die Stadt recht klein ist, gibt es hier unheimlich viel zu entdecken und erleben. Wer einmal durch die kleinen Gassen in Antibes läuft, der wird sich sehr schnell in die Stadt verlieben, doch alles der Reihe nach...

Das südländische und historische Flair erhält Antibes aufgrund der zahlreichen alten und historischen Bauten, die zum Teil im Mittelalter entstanden. Typisch südländisch sind die kleinen Häuschen, die hell gehalten sind und oft mit für Südfrankreich typischen Blumen geschmückt sind. So wirken alte Wohnhäuser mit fast schon historisch anmutenden Fassaden freundlich und einladend.  Antibes verkörpert aber wie kaum eine zweite Stadt in Südfrankreich an der Côte d' Azur Luxus und Reichtum, denn der Yachthafen (Port Vauban) ist einer der größten in Europa mit über 1700 Liegeplätzen für Yachten aller Größenordnung.  Nicht umsonst nennt man diesen Hafen auch Milliardärhafen, davon konnten wir uns schnell überzeugen. Wir waren wirklich verblüfft, als wir nach den kleinen Fischerboten am Eingang zum Hafen eine riesige Yacht nach der anderen sahen. Doch an einer war eine besonders große Menschentraube. Ein Einheimischer sagte mir, das sei die berühmte Luxusyacht, die in dem James Bond-Film 'Sag niemals nie' im Zuge der Dreharbeiten genutzt wurde. Dann fügte er noch hinzu, dass im Winter hier die teuersten Privatyachten der Welt untergebracht würden. Da war ich ganz schön baff, denn wenn man das beschauliche Antibes zum ersten Mal betritt, dann kann man sich kaum vorstellen, welche Schätze sich im Hafen verbergen. Wir können nur jedem empfehlen, durch den Hafen zu spazieren. Man wird sich lange daran erinnern können!

Am Fuße des Hafens entdeckten wir mit dem 'Fort Carré' ein weiteres Highlight. Diese beschauliche Festung aus dem 16. Jahrhundert liegt auf einem kleinen Hügel, von dem aus man einen sagenhaften Blick auf den Hafen und die dahinterliegende Altstadt  hat. In der urigen Altstadt sowie in der Festung selbst kann man dann eine Reise in die Vergangenheit von Antibes machen. Der Kontrast zum Yachthafen könnte wohl nicht größer sein.

Im Süden der Stadt befindet sich das exklusive Cap d' Antibes, eine Rückzugsoase für die Reichen: Hier findet man mit dem Hôtel des Étrangers wohl eines der teuersten Hotels der Welt. Leider konnten wir das Hotel nicht betreten geschweige denn buchen, aber der Anblick in dieser herrlichen Landschaft war schon überwältigend genug.

In der Altstadt von Antibes, am Cours Masséna, findet man die für Südfrankreich recht typischen Reste aus der Römerzeit. Hier kann man dann wieder die Vergangenheit der Stadt erleben. Die Kathedrale von Antibes beheimatet einen Rosenkranzaltar aus dem 16. Jahrhundert, der ein sehr schönes Relikt vergangener Zeiten ist.  Mein ganz persönliches Highlight aber war der Markt am Cours Masséna (Marché couvert). Der Name verrät schon die Besonderheit des Marktes: er ist mit einer Eisenkonstruktion überdacht. Hier bieten Händler jeden Tag frische Produkte aus Südfrankreich an, die von Obst und Gemüse, Fleisch, Käse bis hin zu exotischen Gewürzen reichen. Einfach nur herrlich finde ich es, das hektische Treiben und Feilschen zu beobachten! Wo sonst wenn nicht hier kann man den für Südfrankreich typisch rauhen, aber dennoch sehr freundlichen Umgangston live erleben. Nicht zuletzt hat der südfranzösische Akzent auch einfach einen ganz besonderen Charme. Wir können nur jedem empfehlen, sich Zeit zu nehmen und den Markt zu entdecken. Schade, dass ich jetzt wieder bis zum nächsten Urlaub auf die göttliche Salami verzichten muss...

Wir wussten gar nicht, dass Antibes so viel Kultur und Museen beheimatet! Wir sind zwar keine großen Kunst- und Museumsfans, aber das Schifffahrts- und Napoleonmuseum konnten wir uns nicht entgehen lassen, schließlich steht Napoleon wie kaum ein zweiter für die jüngste Geschichte Frankreichs.

Beim nächsten Urlaub in Antibes steht auch das Picasso-Museum auf der Liste. Im dazugehörigen Chateau-Grimaldi wohnte Picasso 1946 höchstpersönlich!

Bevor ich es vergesse: Natürlich bietet Antibes auch schöne Strände! Diese wurden zwar künstlich angelegt, dennoch laden malerische Buchten zum Baden und Schnorcheln ein. Auf den angrenzenden, für Südfrankreich typischen Uferpromenaden, kann man besonders abends das mediterrane Flair in vollen Zügen genießen...Wir waren jedenfalls von der Vielfalt der Eindrücke und den Schönheiten der Stadt überwältigt, so dass wir in Kürze wieder nach Antibes reisen werden!

 

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